von | Apr. 27, 2026 | Newsbeitrag, Newsbeitrag 2026

Packender Auftakt im Loipersbacher Sandoval

Beim Saisonstart zum Stockcar Racing Cup 2026 gingen die Tagessiege an Bernd Herndlhofer (F2), Martin Heinrich (80er), Manuel Ungersböck (Saloon), Stefan Holzer (Heck) und Nico Kügler (Jugend)

Man weiß nicht wer genau, aber irgendjemand muss sehr brav gewesen sein. Denn zum Auftakt der Rennsaison 2026 im Stockcar Racing Cup strahlte über der Rennarena in Natschbach-Loipersbach die ungetrübte Sonne vom wolkenlosen Himmel. Zudem bekamen die 800 Zuschauer das geboten, was sie erwarten durften und weswegen sie ihre Treue prolongierten: ehrlichen, hautnahen und rassigen Motorsport in seiner ganzen Pracht.

16 Starter in der F2-Klasse, 8 Starter in der 80er-Klasse, 6 Starter in der Saloon-Klasse, 4 Starter in der Heck-Klasse und 12 Starter in der Jugend-Klasse quetschten ebenso wie der legendäre Platzsprecher Markus Scherz das Letzte aus sich heraus und trugen so zur fantastischen Stimmung rund um das 360 Meter lange Sandbahn-Oval bei!

FORMEL 2

Tagessieger der F2 Klasse Bermd HerndlhoferDie Stockcar-Königsklasse F2 war in Natschbach die bestbesetzte Kategorie. Die drei Vorläufe wurden in zwei Gruppen zu je acht Fahrzeugen absolviert. In der Gruppe 1 holte Matthias Rumpler aus Grafenbach die erste Bestzeit. Der zweite Vorlauf musste vorerst abgebrochen werden. Lokalmatador Bernd Schönthaller aus Natschbach und der Eisenstädter Marco Baumann waren schon in der ersten Runde so heftig in die Leitplanke geknallt, dass diese aus der Verankerung gerissen wurde. Erst nach 45 Minuten Reparaturzeit ging es mit dem Rest des Rennens weiter. Und wieder behielt Matthias Rumpler die Oberhand. Weil aller guten Dinge drei sind, ließ sich der ehemalige F2-Meister auch den abschließenden Lauf vor den Finalis nicht nehmen. – In der Gruppe 2 gewann der regierende Meister Bernd Herndlhofer aus Hohe Wand den ersten Lauf, der jedoch ebenfalls von einem heftigen Crash begleitet war. In diesen waren Walter Gsteiner (Neunkirchen), Johann Ritzinger (Gloggnitz) und Thomas Bauer (Baumgarten) involviert. Bei Ritzingers Fahrzeug brannte dabei sogar der Motor. Alle drei Piloten blieben zum Glück unverletzt. Auch im zweiten und dritten Vorlauf hatte Bernd Herndlhofer seine Konkurrenten sicher im Griff. Dem Final-Showdown der beiden Dreifach-Sieger Rumpler / Herndlhofer stand also nix mehr im Weg. – Im B-Finale bestätigte Johann Ritzinger vorerst, dass er den Anfangs-Schreck perfekt verdaut hatte. Er siegte 1,8 Sekunden vor Michael Draxler aus Grünbach am Schneeberg. – Im mit Spannung erwarteten A-Finale lieferten sich Matthias Rumpler und Bernd Herndlhofer ein packendes Duell, ehe Rumpler seinen Boliden zur Hälfte des Rennens mit zerbröseltem Differenzial abstellen musste. Damit war der Weg zum Sieg für Herndlhofer frei. – Heiß her ging es dann wie immer im abschließenden Grande Finale, das schon fast traditionell nach einer Massenkarambolage erstmal abgebrochen werden musste. Nach dem Neustart setzte sich letztendlich der Champion durch. Bernd Herndlhofer gewann knapp drei Sekunden vor Matthias Rumpler, der sein Fahrzeug reparieren konnte, und wurde auch Tagessieger.

80ER-KLASSE

Action bei der 80er KlasseIn der im letzten Jahr geschaffenen und an zwei Renntagen im Probebetrieb mitgelaufenen 80er-Klasse dürfen nur Fahrzeuge bis 80 PS an den Start gehen, was die Einsatzkosten günstiger macht. Dementsprechend gerne wurde das Angebot wahrgenommen, weshalb sich also zur Punkte-Premiere acht Teilnehmer eingefunden hatten. Hier setzten sich im ersten Vorlauf der Breitenauer Martin Heinrich, im zweiten und dritten Mario Schabauer aus Wörth durch. – Die 40 Punkte für einen Sieg im Finale heimste keiner von beiden ein. Diese gingen an Sven Fuchs aus Ternitz vor dem Breitenauer Valentin Schreier. – Valentin Schreier war es auch, der im Grande Finale vor Mario Schabauer und Martin Heinrich triumphieren konnte. Heinrich reichte der dritte Platz für den Tagessieg.

SALOON CARS

Tagessieger Saloon Manuel UngersböckDie Saloon-Klasse, von welcher einige Fahrer in die neue 80er-Klasse gewechselt haben, wurde in nur einer Gruppe ausgetragen. Hier sicherte sich der Scheiblingkirchner Manuel Ungersböck, der voriges Jahr noch in der Jugend-Klasse vertreten war, alle drei Vorläufe. Sein offensichtlich schärfster Konkurrent Kevin Schermann aus Stinatz musste den Renntag jedoch wegen einem kapitalen Motorschaden vorzeitig abbrechen. – Ausgerechnet im Finale hatte Ungersböck dann das Nachsehen. Hier war der Wulkaprodersdorfer Christian Neuwirth um vier Zehntelsekunden schneller als der Vorlauf-Dominator. – Im Grande Finale feierte der Ternitzer Andreas Schmoll seinen Premierensieg. Manuel Ungersböck genügte ein zweiter Platz für den Tagessieg des Punktebesten.

HECK-KLASSE

Heckklasse Stefan HolzerMit einem überraschenden Ergebnis endete gleich der erste Vorlauf in der Kategorie der hinterrad-getriebenen Fahrzeuge. Stefan Holzer, der seit drei Jahren praktisch als unbesiegbar gilt, fand sich unter vier Startern im Ziel hinter Angelo Eichberger aus Neunkirchen und Erhard Höller aus Thomasberg nur als Dritter im Klassement wieder. Undefinierbare Probleme an der Hinterachse seines 265 PS starken BMW E36 bremsten den Champion aus Oberwart. Offenbar ist Stefan Holzer in der Pause zum zweiten Vorlauf jedoch fündig geworden, denn die nächste Runde ging ebenso wie der dritte Vorlauf klar an den Titelverteidiger. Womit die Rangordnung wieder hergestellt war. – Selbstredend also, dass auch der Finallauf zur burgenländischen Beute wurde. – Im Grande Finale aber gab es auch in der Heck-Klasse einen neuen Siegernamen. Der Oberwarter Marc Tury gewann vor Stefan Holzer und Holzer damit die Tageswertung.

JUGEND-KLASSE

Tagessieger Jugend Nico KüglerDie Klasse des Stockcar-Nachwuchses erfreut sich ungebremster Beliebtheit. Der erste Renntag wurde in zwei Gruppen zu je sechs Fahrzeugen gefahren, wobei in der Gruppe 1 gleich vier Mädchen hinter dem Lenkrad saßen. Eine davon, Paula Giefing (15 Jahre) aus Breitenau, gewann Vorlauf 1 vor Yasmin Pospichal (15) aus Bad Vöslau und der Voitsbergerin Cora Krassnigg (14). In Vorlauf zwei drehte Yasmin Pospichal das Ergebnis um und landete ebenso wie in Vorlauf drei vor Paula Giefing auf Platz eins. – Die Gruppe 2 wurde vorerst vom regierenden Jugend-Meister Jamie Holzer beherrscht. Der 13-jährige Oberwarter gewann souverän die ersten zwei Vorläufe, ließ sich dann überraschenderweise im dritten vom 16-jährigen Nico Kügler aus Diepolz ausbremsen. – Diesen Coup konnte Nico Kügler im Finale sogar wiederholen. Der Neffe von Stockcar-Mitorganisator Andreas Kampichler gewann den Lauf vor Yasmine Pospichal, wodurch Jamie Holzer nur Platz drei blieb.